50 Jahre TSG Wismar – ein Rückblick

Zur Vorgeschichte

1948 – Wismar war noch in allen Lebensbereichen  stark vom zweiten Weltkrieg gezeichnet – wurde mit der Gründung des Sportvereins Wismar Süd das Zeichen für einen Neubeginn des sportlichen Lebens in der Stadt gesetzt. Mit dem Aufbau der Schiffswerft Wismar ging der Trend einher, in den größeren Betrieben leistungsfähige Sportgemeinschaften zu bilden.

So entstand 1950 die ZSG Anker Wismar als Betriebssportgemeinschaft der Werft, in die der Sportverein Wismar Süd einging. Der nun folgende Aufbau der Sportverei- nigungen war landesweit die Basis für die Entwicklung des Breiten- und Leistungssports in der DDR. Die Sportgemeinschaften der Maschinenbaubetriebe gehörten zur Sportvereinigung Motor. Deshalb wurde die ZSG Anker 1951 in die BSG Motor Wismar umbenannt.

Parallel dazu hatte sich die BSG Einheit Wismar entwickelt, deren Träger die Verwaltung und die Handelsorganisationen  waren. Beide Gemeinschaften gehörten in mehreren Sportarten zu den leistungsstärksten im Norden der DDR. So lag der Gedanke nahe, beide Sportgemeinschaften  zusammenzuführen und durch diese Konzentration einen weiteren Leistungssprung für den Sport in Wismar zu erreichen.

50 Jahre TSG Wismar – Rückblick

Am 3. Februar 1961 besiegelten der Vorsitzende der BSG Motor, Hans-Ulrich Lenz, und der Vorsitzende der BSG Einheit, Karl Ebert, mit ihren Unterschriften  die  Gründung der Turn- und Sportgemeinschaft  Wismar (TSG). Träger der Sportgemeinschaft waren die Betriebe Mathias-Thesen-Werft, Alubau Wismar, Ausbau Wismar sowie Press- und Schmie- dewerk „Hein Fink“. Das ermöglichte  dem Vorstand, sich frei von materiellen Sorgen auf die hoch gestellten sportlichen Ziele zu konzentrieren. Der Vorstand, dem 23 Mitglieder angehörten, wählte HansUlrich Lenz zu seinem Vorsitzenden.

Schwerpunkte  in der Arbeit aller Sektionen  waren die Entwicklung des Kinder-  und Jugendsports, die Förderung des Massensports in den Betrieben und Wohngebieten sowie der Ausbau der Sportanlagen im Nationalen Aufbauwerk, vorrangig des Seglerhafens Wendorf, des Sportplatzes Wendorfer Weg und die Vorbereitung eines Sporthallenbaus.